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HERSTELLUNG DER WEINE | NEUSIEDL AM SEE

Bild wird geladen: Christoph Hess bei der Weingartenarbeit in Neusiedl am See Christoph Hess bei der Weingartenarbeit in Neusiedl am See

IM WEINGARTEN

Momentan bewirtschafte ich rund 12 Hektar Weingärten – teils gepachtet, teils in Familienbesitz und teils im Eigenbesitz. Typisch für das Nordburgenland und das Weinbaugebiet Neusiedlersee ist die große Sortenvielfalt auf vergleichsweise kleinen Flächen. Viele unserer Weingärten sind bereits älter und tief verwurzelt. Diesen großen Vorteil für die Rebe kann ich im warmen, trockenen pannonischen Klima optimal nützen.

Bild wird geladen: junge Weinreben beim Austrieb. Zweigelt junge Weinreben beim Austrieb. Zweigelt

DIE ARBEITEN IM WEINGARTEN

Die Arbeit im Weingarten schaffe ich natürlich nicht allein. Über das Jahr hinweg unterstützt mich zwei feste Mitarbeiter, zur Ernte helfen mir viele Freunde und Verwandte – das macht die Weinlese jedes Jahr zu etwas ganz Besonderem.

Der Kreislauf der Rebe beginnt mit dem Rebschnitt im Winter, der ausschließlich von Hand erfolgt, um auf jede Pflanze individuell eingehen zu können. Die Zeit danach nutze ich für Reparaturen am Drahtgerüst.

Nach dem Austrieb im Frühjahr – etwa Ende April – beginnt die intensive Weingartenarbeit. Zuerst werden überschüssige Triebe entfernt, sobald sie etwa 5 cm lang sind. Dabei entfernen wir je nach Sorte und Qualitätsstufe bis zu 50 % der Austriebe. Für mich ist das die wichtigste Arbeit des Jahres für hochqualitative Weine – und sie kann nur von erfahrenen Händen durchgeführt werden.

Bild wird geladen: Winzer Christoph Hess beim umhängen eines Geräte vom Traktor Winzer Christoph Hess beim umhängen eines Geräte vom Traktor

DIE WEITEREN ARBEITSSCHRITTE

In den nächsten Wochen werden die Triebe 2–3 Mal in den Drahtrahmen eingestrickt. Wachsen sie darüber hinaus, werden sie maschinell zurückgeschnitten.

Mitte Juni beginnt die Blüte – eine besonders sensible Phase, in der sowohl Quantität als auch Qualität des späteren Weins festgelegt werden. Gleichzeitig sind die Reben jetzt besonders anfällig für Krankheiten.

Während und nach der Blüte entfernen wir gezielt Blätter im Traubenzonenbereich. Dadurch erhalten die Trauben mehr Sonne und reifen besser aus. Rotweintrauben benötigen dabei mehr Sonne als Weißweintrauben – gleichzeitig gilt: Auch Trauben können Sonnenbrand bekommen.

Durch den luftigeren Aufbau verringert sich der Krankheitsdruck, und der Pflanzenschutz wirkt effizienter. Gegen Ende Juli beginnen sich die Rotweintrauben zu verfärben – sie bilden nun Farbstoffe und Tannin. Das ist der optimale Zeitpunkt für die Ertragsreduktion, abgestimmt auf den gewünschten Weinstil.

Ab Anfang August beginnt die Reifephase. Jetzt werden Netze gegen Vogelfraß gespannt, viele Trauben verkostet und regelmäßig Proben gezogen. Zucker- und Säurewerte unterstützen mich bei der Entscheidung für den perfekten Lesezeitpunkt. Diese ruhigere Zeit im Weingarten nutze ich auch für die organisatorische Vorbereitung der Ernte.

Bild wird geladen: Christoph Hess beim montieren der Weingartenspritze an den Traktor in Neusiedl am See Christoph Hess beim montieren der Weingartenspritze an den Traktor in Neusiedl am See

PFLANZENSCHUTZ & NACHHALTIGKEIT

Ich arbeite strikt nach den Richtlinien der Integrierten Produktion. Das bedeutet: stark eingeschränkte Pflanzenschutzmittel, genaue Dokumentation jeder Maßnahme und regelmäßige Überprüfung der Geräte.

Freiwillig verzichte ich komplett auf Herbizide und Insektizide.

Unser Betrieb ist mittlerweile offiziell nachhaltig zertifiziert nach den Vorgaben des österreichischen Weinbauverbandes.

NACHHALTIGKEIT AUSTRIA

Die Lacon Gmbh überprüft die einhaltung der Richtlinien jährlich.

WEISSWEIN ERNTE

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WEISSWEIN - FRISCHE, PRÄZISION & AROMASCHUTZ

Der Großteil der Weißweintrauben wird in den frühen Morgenstunden maschinell geerntet, wenn es noch kühl ist. Die Trauben gelangen rasch in die Presse. Je nach Sorte darf die Maische kurz ruhen (Maischestandzeit).

Ich arbeite mit einer speziellen Presse, die den Saft vor Oxidation schützt – einzigartig im Burgenland. So bleiben oxidationsempfindliche Aromen erhalten, besonders wichtig für Sauvignon Blanc und Grüner Veltliner.

Nach dem Pressen ruht der Most bei etwa 10 °C für 1–2 Tage, klärt sich natürlich und wird anschließend von Trubstoffen getrennt. Danach erfolgt die Gärung bei 15–19 °C für etwa 2–3 Wochen. Während dieser Zeit verkoste ich den Wein zweimal täglich, um sofort eingreifen zu können.

Nach der Gärung darf der Wein ruhen. Je nach Stil wird er geklärt und anschließend gefüllt. Nur der „Chardonnay Reserve“ reift ein Jahr im Holzfass.

Bild wird geladen: Fotokollage Rotwein Produktion; Bild von geernteten Trauben mit Christoph Hess, Rotweinmaische, Beautyshot Zweigelt Fotokollage Rotwein Produktion; Bild von geernteten Trauben mit Christoph Hess, Rotweinmaische, Beautyshot Zweigelt

ROTWEINE - HANDARBEIT, MAISCHEGÄRUNG & REIFE

Die Rotweintrauben werden überwiegend von Hand geerntet. Sie kommen in den Rebler, wo die Beeren vom Stiel getrennt und leicht gequetscht werden. Anschließend gelangen sie in Maischetanks oder Bottiche.

Dort vergärt die Maische mit ausgewählten Hefen. Der biologische Säureabbau erfolgt auf der Maische. Regelmäßig wird Saft über den Maischekuchen gepumpt oder dieser von Hand untergetaucht – so werden Farb- und Gerbstoffe schonend extrahiert.

Nach 2–3 Wochen Maischezeit wird gepresst. Der Rotwein reift anschließend entweder im Edelstahltank oder im Barrique-Fass weiter.

ROTWEINERNTE

MEINE WEINE

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